Bike Republik Sölden

Sölden wie auch das gesamte Ötztal haben sich in der Winterzeit zum wahren Touristen Mekka erarbeitet. Auch wenn es die Betroffenen nicht gerne hören, aber der Ballermann im Schnee ist in Sölden zuhause. Statt Sangria gibt`s Schnaps und statt Strand finden sich Schipisten wie Autobahnen.

Das piste wie off piste rundet mit Ramba Zamba beim aprés ski ab. Mallorca, Las Vegas und Bowling Bahn in einem. Selbiges zumindest aus Sicht einer Piste gibt es mit der Bike Republik Sölden für den Radfahrer. Die aus dem Boden gestampften Trails bieten für jedes Niveau einen anspruchsvollen Flow.

Bobbahnmäßig kurvt man bei der Teäre Line zu Tal, am Klebele Alm Trail steigt man auf naturbelassenen Single Trails besser nicht ab. Naturtrails wie Bartigs Bödele Trail, Löple Trail, Nene Trail und Kaiser Trail heissen weitere Attraktionen die ganz legal befahren werden dürfen und mit Wanderern zu teilen sind. Gravity only for bikers sind auch Eebme Line, Ohn Line und Zaahe Line. Bist du nur Online oder schon live auf der Strecke?

Teäre Linie

Gaislachkogelbahn Mittelstation. Wer es bis hierher geschafft hat war mit dem Rad sportlich unterwegs – auf dem breiten Forstweg via Gaislachalm oder er benützte die schnellere und direkte Linie per Gondel.

Die attraktive Stundenkarte macht das Vernichten von Höhenmetern sehr einfach. Personal wie Gondeln sind perfekt auf den Radfahrer eingerichtet, auch ohne Schi wird der Tourismus gelebt und gepflegt. Hat man nun solch einen Liftpass und die Protektoren mindestens an Knie und Kopf steht einer wiederholten Spaßmaschine nichts mehr im Wege. Erholt und beeindruckt von den unzähligen Kurven die hauptsächlich entlang der Gondelauffahrt unterhaltsam für die Transportierenden hat sich so mancher Sprung ins Gedächtnis eingeprägt. Zudem ist die Teäre Linie eher vergleichbar mit einer Schiabfahrt mit Autobahncharakter im einfachsten Schwierigkeitsgrad. 130 Kurven schlängeln sich auf 6 Kilometer ins Tal.

Eine Bobfahrt könnte nicht besser sein! Links rechts, links rechts pumpt man sich von einer Steilkurve in die nächste. Mittendrin verliert man fast die Konzentration, weil es sich so wiederholt einfach anfühlt und automatisiert hat. Vom ewigen Pumptrack zum Flow Erlebnis ist es nicht weit. Das Besondere an dieser Route ist die relative Einfachheit, die jeden einlädt hier runter zu fahren. Jedes Niveau findet sich hier zurecht, die einen sind eher bedacht am Weg und die Könner erreichen Schräglagen die jeder Schwerkraft in den Schatten stellt.