Frischluft? Freiheit! Fahrrad! im Zeughaus

Frischluft? Freiheit! Fahrrad!

So lautet der Titel zu einer Ausstellung zum Thema Rad, vor allem für Schüler.

VOM SCHRITT ZUM TRITT / 1. – 4. Klasse

Wie funktioniert ein Fahrrad? Wie haben Bremse, Gummischlauch und Kette
das Radfahren revolutioniert? Und wer hat eigentlich das Fahrrad erfunden?
Die SchülerInnen bekommen in der Ausstellung Einblick in die Geschichte
dieser wichtigen Erfindung, die unsere Mobilität maßgeblich beeinflusst hat.
Im Anschluss daran entwickeln sie Ideen zu ihrem Fahrrad der Zukunft.

Dieser museumspädagogische Ausflug dauert 1,5 Stunden

VOM GLÜCK AUF ZWEI RÄDERN / 5.- 8. Klasse

Mit historischen Erlebnisberichten spüren wir der Geschichte des Fahrradfahrens
nach – von einem waghalsigen Abenteuer zu etwas ganz Alltäglichem. Was
bedeutete Radfahren früher und was bedeutet es heute? Welche Gefühle sind
damit verbunden? Und welchen Einfluss hat es auf Gesellschaft un d Verkehr?

Cool, dass zur Rad WM auch Lehrinhalte präsentiert werden!!

Bike Festival Österreich

Die aktuellsten Bike-Trends zu Beginn der heimischen WM Saison in Österreich zu sehen und diskutieren.

Nachdem die Bike Messe in Innsbruck keine Wiederholung fand ist das BIKE FESTIVAL AUSTRIA ist ein erneuter Versuch sich als Branchen Event vor dem Start in die neue Bike Saison zu etablieren.

Als umfassende Plattform können gegenwärtige und kommende Trends rund um Fahrrad, Mobilität und Radreisen erlebt und getestet werden.

Näheres unter:

http://www.bike-festival.at/ne13/?pn=6190028&ly=2&sn=2000

Radwanderwege in Tirol

Tirol gibt in Sachen Radwege und Trails voll Gas.

Was bislang in Pistenkilometer investiert wurde, geht jetzt in Richtung Radkilometer. Nicht nur ob der bevorstehenden Rad WM wird kräftig für den Radfahrer ausgebaut. Von den aktuell 6850 km an Radwanderwegen, MTB- Routen und Singletrails werden in Tirol noch ein paar mehr Kilometer entstehen.

Somit steht dem E-Biker, Rennradfahrer, Mountainbiker, Downhiller und Radwanderer ein tolles Netz zum Erkunden zur Verfügung.

Happy ride auch im Winter wenn es schneit !

Plötzlicher Leistungsverlust beim Rennradfahren

Wenn das Radtrikot zum Zeitfahranzug wird und deer Oberschenkel zur Presswurst verarmt.

Das Schicksal eines in die Tage gekommenen Radfahrers wiederholt sich wohl desöfteren, denn von Nichts kommt Nichts und wenn dies das Letzte ist was mental verdrängt wird.

Dieser Beitrag läutet den Wechsel von der „man“- Form in die ich-Form dieses Blogs ein.
Die Authentizität der Beiträge wird damit unterstrichen und das selbst Erlebte wird einem teilweise knallhart am Tablett (ja das Arbeitsgerät in Form einer Platte, zum Transportieren) serviert.

So auch der Verlust einer vielleicht mal da gewesenen Form oder Grundfitness.

Wenn die Radgarnitur mit dem offensiven Design eines Lederhosen Outfits ganz und gar nicht zum eher defensiven Fahrstil passt, weiss der erfahrene Radsportler dass es Zeit wird an der Form zu feilen.

Am Rad dachte ich bislang Steigungen in allen Prozentangaben mehr oder eher langsamer aber immer stilvoll bewältigen zu können.

Doch mit der Epoche des nächst größeren Radtrikots läutet sich auch eine Zeit von großem Leid ein. Brägel als Synonym des „ich will, aber kann nicht“ Radprofis aus dem Tour Magazin kommt mir in den Sinn, wenn es bergauf gegen Ende einer Steigung nicht mehr ganz so rund läuft.

Mit dem Wissen wenigstens richtig am Rad zu Sitzen und ausgewogene Trittkräfte auf beide Pedale zu bringen leide ich mit meinen Beinen mit. Denn auch eine durch bikefitting optimierte Sitzpositiom hilft letztlich nicht. Bleibt am Bike noch die erhabene aufrechte wie breite Griffposition, die von der Körpersprache her mehr Dominanz versprüht, ist es am Rennrad ungleich schwieriger Eleganz zu demonstrieren.

Ich neige schon in den Lenker zu beißen und würge mich im 60er Jahre Stil mit schwankendem Oberkörper hoch. Der Versuch mich selbst mental zu pushen scheitert an den verspannten Schultern und pulsierenden Füßen.
Ach ja, der Puls, der bebt zumindest. Nicht etwa, dass er am Plafond klopft und eine zarte Röte in den Kopf zaubert, sondern ein plötzlicher Kraftverlust macht sich von Seiten der Beine breit.

Vom Versuch mit hoher Frequenz die Sättigung in den Muskeln hoch zu halten, neigt sich das höher Schalten einem Ende zu und nun beginne ich den Ausdruck „Rettungsring“ zu verstehen.
Zumindest bilde ich mir ein klare Gedanken zu fassen, denn die Restdurchblutung im Organismus ist voll mit lebenserhaltenden Dingen beschäftigt. Ob dabei frisches Blut die HWS Schranke passiert ist fraglich. Apropos HWS, diese Halswirbelsäule hat sich auch schon mal weniger bemerkbar gemacht. Ob es der Helm ist, der meinem Schädel ein dickes Brummen aufsetzt?

Radfahren ist schön, versuche ich mir einzureden und erinnere mich an eine gewisse Leidensfahigkeit, die ein Radfahrer mitbringen muß. Nicht umsonst kann Frau oder Mann am Rad Weiten erleben die kein anderes Sportgerät so erlaubt.
Nach der wenig heroischen Passüberquerung bleibe ich für das Anziehen der Windjacke lieber stehen, denn während der Fahrt reinschlüpfen ist nicht. Somit bereite ich mich auf die bevorstehende Abfahrt vor und wechsle in den downhill Modus:
Der Pfiff des Fahrtwindes bei der Abfahrt wechselt mit dem Schnitt der Kurve ab. Das Thema Schwerkraft wird merklich positiv mit den zuiel an Kilo unterstützt und so kommt auch wieder der Mut zurück um den Kopf hochzuheben, wie auch manchmal das Knie in die Innenseite der Kurve zu drücken. Ganz dezent, denn auffallen will ich natürlich nicht.

Abschliessend versuche ich mir selbst zu versprechen: jedes Trikot im Kasten, welches von unauffälligen Farben und Designs abweicht wird an einen beglückten WAMS Kontainer Empfänger gespendet.

Neue Radwege in Tirol

Die Rad WM wirft ihre Schatten voraus. Damit durch solch ein Großereignis auch nachhaltig für die Bevölkerung etwas übrig bleibt muss jetzt schon etwas getan werden. Lange ist es nicht mehr hin zum September 2018, alles was bis zu diesem Zeitpunkt nicht geplant, umgesetzt oder gar budgetiert ist, ist nicht.
A propos Budget: 25 Millionen Euro wollen in Projekte zur Erweiterung des Radwegenetzes in Tirol investiert werden.

Dafür gibt es 50 Km im Stubaital (Verbindung vom Talschluss nach Innsbruck) fast fix. In Planung stehen die Radverbindung vom Stubaital zum Wipptal, sprich von Schönberg nach Mühlbachl, was wirklich einen gewaltigen Mehrwert ergeben würde und über eine klassische Radwegverbindung hinausgeht. Der Brückenschlag über die Autobahn könnte in 2-3 Monaten vom Zeichenbrett nicht ganz zum Schalbrett, aber zumindest realer werden.
Eine in Südtirol schon längst wunderbar praktizierte Möglichkleit ist die Verwendung von Eisenbahnwegen als Radwege. Solch einer könnte zwischen Mutters und Natters entstehen, genauer auf der Trasse der Stubaitalbahn. Der denkmalgeschützte Mutterer Viadukt wie auch Mutterer Tunnel würden so noch besser zur Geltung kommen.
Das Mittelgebirge plant auch fest. Eine Machbarkeitsstudie soll die Verbindung Natters-Grinzens prüfen.

Schauen wir was schlussenlich umgesetzt sein wird, jedenfalls sind 250 Radwegkilometer wesentlich mehr Wert als die kolportierten 25 Millionen.

Fahrtechnik – mit dem Rad bergab fahren

Anlässlich des Bike Openings in Riva war erstmalig in dieser Saison Fahrtechnik gefragt. Durfte ich mich bergauf noch als relativ schnell empfinden und mit Höhenangst vom virtuell obersten Treppchen umgehen, sah es am Trail etwas anders aus.

Der Val del Diaol Downhill birgt alles in sich was ein gutes Bergab-Erlebnis am Rad bieten sollte. Ruppige Kurven, schräge Geraden, schnittige Ellipsen, viele Schnittpunkte und wenig Erholung. Dazu braucht es nicht nur Kraft sondern Technik.

Die Fahrtechnik bergab richtet sich immer nach der Schwerkraft, die Unterschiede liegen im Detail der Strecke, der Dämpfung und der erreichten Geschwindigkeit.

Technik Tipp:

hohe Hindernisse – Vorderrad anheben:

den Oberkörper von einer tieferen Vorspannung dynamisch aufreißen um den Lenker mit den final gestreckten Armen nach oben zu ziehen

tiefes Hindernis – Vorderrad drop:

das Rad nach vor schieben um den Körperschwerpunkt nach hinten zu verlagern und das Vorderrad entlasten; verhindert ein Absacken der Front mit Konsequenz des Überschlags
die Landung erfolgt somit weich und flockig

verblockte Strecke – nach vorne schauen:

je gröber der Untergrund und je höher die Geschwindigkeit, desto weiter schweift der Blick nach vor;
direkt vor dem Vorderrad auf das vorbei schweifende Wurzel- und Steinwerk zu achten bringt mehr Unsicherheit als wenn das aktuell zu überfahrende Hindernis out of sight ist, die Linie aktiv grob im voraus festlegen steht vor passivem Reagieren weil das Rad seitlich abrutscht

Sprung – chicken line:

sollte der geplante Absprung mit einem zu erwarteten Abflug tauschen wollen, wählt der Clevere die smarte aber sichere chicken line. Gesund wiederholen statt verletzt auf Wiedersehen!

 

Jedenfalls viel Spaß beim hinunter schaukeln egal auf welchem Trail

P.S.
die obige Strava Ergebnisliste zeigt die Brutto-Netto Zeit des Tages an, somit fehlte es nicht an Ausdauer aber an Schnelligkeit, Mut und Handling, da die einzelnen Segmente im Gegenzug dazu baden gingen, so unbedeutend wie auch weit weg von der Bestzeit waren sie

Trotzdem macht es zugegebenermaßen Spass bei einer Strava Wertung ganz oben zu stehen, auch wenn es völlig unerwartet geschieht