Eröffnung der Radsaison in und um Tirol

Die alles entscheidende Radsaison aus Tiroler Sicht hat längst begonnen.

Waren die Mountainbiker auf Zypern, so sind die Rennfahrer auf Rhodos oder in Istrien unterwegs.

 

Auch ist zwischen Telfs und Innsbruck oder Kufstein und Angath die Radhölle los. Neben dem Rest an Schnee sammeln die einheimischen Radler ihre ersten Kilometer am Asphalt.

 

In Sachen Werbung wird Tirol auf der Urlaubsmesse in Berlin mittels Radsujets repräsentiert und der Fahrradwettbewerb „Ganz Tirol radelt“ ist los gestartet worden.

Radwanderwege in Tirol

Tirol gibt in Sachen Radwege und Trails voll Gas.

Was bislang in Pistenkilometer investiert wurde, geht jetzt in Richtung Radkilometer. Nicht nur ob der bevorstehenden Rad WM wird kräftig für den Radfahrer ausgebaut. Von den aktuell 6850 km an Radwanderwegen, MTB- Routen und Singletrails werden in Tirol noch ein paar mehr Kilometer entstehen.

Somit steht dem E-Biker, Rennradfahrer, Mountainbiker, Downhiller und Radwanderer ein tolles Netz zum Erkunden zur Verfügung.

Happy ride auch im Winter wenn es schneit !

Laura Stigger WM Gold XC MTB

Tirol jubelt und blickt nach Cairns, Australien. Die Haimingerin Laura Stigger hat den WM Titel der Juniorinen im Mountainbike Cross Country erobert.

Vier EM-Titel in den Nachwuchsklassen, besitzt sie schon, jetzt gehört ihr die Goldmedaille im Cross-Country-Bewerb der Junioren.

Bei den olympischen Spielen in Tokio 2020 würde sie in der Kategorie Elite starten.

Fahrtechnik – mit dem Rad bergab fahren

Anlässlich des Bike Openings in Riva war erstmalig in dieser Saison Fahrtechnik gefragt. Durfte ich mich bergauf noch als relativ schnell empfinden und mit Höhenangst vom virtuell obersten Treppchen umgehen, sah es am Trail etwas anders aus.

Der Val del Diaol Downhill birgt alles in sich was ein gutes Bergab-Erlebnis am Rad bieten sollte. Ruppige Kurven, schräge Geraden, schnittige Ellipsen, viele Schnittpunkte und wenig Erholung. Dazu braucht es nicht nur Kraft sondern Technik.

Die Fahrtechnik bergab richtet sich immer nach der Schwerkraft, die Unterschiede liegen im Detail der Strecke, der Dämpfung und der erreichten Geschwindigkeit.

Technik Tipp:

hohe Hindernisse – Vorderrad anheben:

den Oberkörper von einer tieferen Vorspannung dynamisch aufreißen um den Lenker mit den final gestreckten Armen nach oben zu ziehen

tiefes Hindernis – Vorderrad drop:

das Rad nach vor schieben um den Körperschwerpunkt nach hinten zu verlagern und das Vorderrad entlasten; verhindert ein Absacken der Front mit Konsequenz des Überschlags
die Landung erfolgt somit weich und flockig

verblockte Strecke – nach vorne schauen:

je gröber der Untergrund und je höher die Geschwindigkeit, desto weiter schweift der Blick nach vor;
direkt vor dem Vorderrad auf das vorbei schweifende Wurzel- und Steinwerk zu achten bringt mehr Unsicherheit als wenn das aktuell zu überfahrende Hindernis out of sight ist, die Linie aktiv grob im voraus festlegen steht vor passivem Reagieren weil das Rad seitlich abrutscht

Sprung – chicken line:

sollte der geplante Absprung mit einem zu erwarteten Abflug tauschen wollen, wählt der Clevere die smarte aber sichere chicken line. Gesund wiederholen statt verletzt auf Wiedersehen!

 

Jedenfalls viel Spaß beim hinunter schaukeln egal auf welchem Trail

P.S.
die obige Strava Ergebnisliste zeigt die Brutto-Netto Zeit des Tages an, somit fehlte es nicht an Ausdauer aber an Schnelligkeit, Mut und Handling, da die einzelnen Segmente im Gegenzug dazu baden gingen, so unbedeutend wie auch weit weg von der Bestzeit waren sie

Trotzdem macht es zugegebenermaßen Spass bei einer Strava Wertung ganz oben zu stehen, auch wenn es völlig unerwartet geschieht