Maskottchen der Rad WM

War das Maskottchen der Rad WM in Florenz eine Kindheits Erinnerung namens Pinocchio, so darf sich in Innsbruck auch ein Kindheits Idol als WM-Figur erfreuen. Helmi“  heißt dieses Maskottchen.

Helmi ist sonst bei der mobilen Jugendverkehrsschule im Einsatz, also Verkehrserziehung für die Kleinsten.

Da bellt nicht nur Socrates, bei diesem gelungenen Maskottchen Revival.

Fahrradanhänger

Was früher der Bollerwagen war ist heute für Papa und Mama 2.0 der Fahrradanhänger. Das Kind erlebt die vorbeiziehende Welt aus 30cm Höhe im Windschatten des Pedaleurs. Sicher eingepackt hinter luftundurchlässiger transparenter Haut oder einem luftigen Fliegengitter hat das moderne Kind jeglichen Komfort und alles Notwendige in greifbarer Nähe. Die fahrende Plattform bei der nichts verloren gehen kann. Blattgefedert oder luftgedämpft übertreffen sich die Hersteller mit immer clevereren Gimmicks für Kinder und Eltern. Trommelbremse, Scheibenbremse, Handbremse, Rad-, Lauf- und Buggyfunktion, der Ausstattung sind keine Grenzen gesetzt.

Der gesunden Fortbewegung dienlich schadet dieser besondere Transfer weder Kind noch dem der in die Pedale tritt. Als umweltfreundliche Alternative wird die Fahrt in den Kindergarten zum Ausflug und Lifestyle-Luxus. Statt im Auto im Stau zu stehen und sogar dem Sicherheitsgurt Anzieh-Fiasko ausweichend, kann damit der Radwegs abseits von Lärm und Gestank genützt werden.

Früh übt sich

Pünktlich wie jedes Jahr zu Ostern erblicken strahlende Kinderaugen das glänzende Ostergeschenk in Form eines leibhaftigen Fahrrades. Die beste Gelegenheit neben Weihnachten und Geburtstag im Namen des Osterhasen ein Geschenk für die Jüngsten zu erklären. Osterzeit ist Frühlingszeit und so wie das Wetter wieder konstant wärmer wird, lädt es auch zum Radeln ein. Beginnend bei den Jüngsten ist der Schritt vom Laufrad aufs Fahrrad ein kleiner, aber mit großen Auswirkungen aufs Gleichgewicht und die Motorik. Waren beim Laufrad noch beide Füße mit Kontakt am Boden, so gilt der Tritt in die Pedale mit einer Portion mehr an Balance durchzuführen.

Das 1×1 des Radfahrens ohne Stützräder, aber mit Antrieb via Kurbel gelingt am besten durch probieren. Mit einem passenden Helm ausgestattet ist das Rollen und Halten des Gleichgewichts spielerisch schneller erlernt als gedacht. Geht ein Elternteil die Schulung des Fahrradfahrens forsch an, ersparen sich beide den Umweg über die Stützräder. Bei Nutzung dieser hat das Kind ein permanentes backup mit feedback und dadurch wenig Chancen ein paar Meter im Gleichgewicht zu verbringen. Stets stört das lärmende Rollen der Plastikräder und ermöglicht ein passives Drinhängen im 3 Punkte Bodenkontakt.

Das Fahrradfahren selbst mit dem dahinterstehenden physikalischen Trick lässt sich sowieso nur schwer erklären, vielmehr muss es das Kind mittels selber Machen selbst erleben. Ist dies so sind alle fünf Sinne voll bei der Sache und mitten im Flow. Wurde dieser einmal bewusst wahrgenommen, will ihn das Kind wieder und immer wieder erleben und übt deshalb selbständig so lange bis es hinfällt. Dies wiederum darf und soll zugelassen werden, denn diese Erfahrung gehört eben dazu.

Wenn nicht jetzt, wird es später nachgeholt, was dann nicht weniger weh tut. Hat das Kind eine solide Balance beim Fahren, so spürt es erstmals in seinem Leben die sogenannte Freiheit auf Rädern. Diese beginnt bei 20 Zoll und wächst mit der Laufradgröße auf 24“ bis später die Standardgröße erreicht wird. Die individuell notwendige Einstellung und Größenempfehlung geht dabei über die Altersgrenze hinaus, zu groß sind die Längen- und Hebelverhältnisse um eine Einordnung nach Alter zuzulassen. Die Proportionen müssen mit dem Rad zusammenpassen, die verstellbaren Kontaktstellen dürfen nur bis zur Maximum Markierung aus dem Rahmen gezogen werden. Dazwischen ist alles erlaubt was Spaß macht. Die glänzenden Kinderaugen werden es den Eltern danken.