{"id":3082,"date":"2024-09-25T12:37:49","date_gmt":"2024-09-25T12:37:49","guid":{"rendered":"https:\/\/dr-rad.at\/tirol\/?p=3082"},"modified":"2024-09-25T12:39:51","modified_gmt":"2024-09-25T12:39:51","slug":"simplon","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dr-rad.at\/tirol\/simplon\/","title":{"rendered":"Simplon hat finanzielle Probleme"},"content":{"rendered":"<div class=\"story-lead\">\n<div class=\"story-lead\">\n<p class=\"story-lead-text\"><strong>Der Vorarlberger Fahrradhersteller Simplon hat einen Antrag auf ein Sanierungsverfahren gestellt.<br \/>\n44,5 Millionen Euro an Verbindlichkeiten und wo sind die Investoren?<\/strong><\/p>\n<div class=\"story-meta\">\n<div class=\"story-meta-dates \"><\/div>\n<div class=\"share-dialog\" data-v-3a2e3ff4=\"\">Seit 1961 gibt es den Familienbetrieb Simplon, dessen Name vom gleichnamigen Pass in der Schweiz herr\u00fchrt.<br \/>\nIn Hard gegr\u00fcndet und steht der Betrieb vor harten Zeiten, denn von der Personalreduzierung im Vorjahr nun zum Sanierungskurs. Startet das Unternehmen hoffentlich bald wieder durch?!<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div id=\"ss-storyContent\" class=\"story-content\">\n<div class=\"story-story\">\n<div class=\"story-banner story-horizontal-ad\"><\/div>\n<p>Die Verbindlichkeiten belaufen sich laut eigenen Angaben auf rund 44,5 Millionen Euro, 18 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der Fertigung und den vor- und nachgelagerten Bereichen wurden schon letztes Jahr entlassen, die nun 155-k\u00f6pfige Belegschaft sei \u00fcber die aktuelle Entwicklung bereits informiert worden und die laufenden Investorengespr\u00e4che sollen nun weiter vertieft werden.<br \/>\nIm Rahmen des Sanierungsverfahrens mit Eigenverwaltung wird eine 30-Prozent-Quote innerhalb von zwei Jahren f\u00fcr die Gl\u00e4ubiger angestrebt.<br \/>\nDie Exportquote liegt \u00fcbrigens bei rund 82 Prozent.<\/p>\n<p>Vor einem Jahr hat es noch gehei\u00dfen, dass die Absatzprognosen um etwa 40 Prozent \u00fcber den tats\u00e4chlichen Verkaufszahlen lagen und<br \/>\n\u201eWir gehen davon aus, dass wir die Lagerbest\u00e4nde bis September 2023 geleert haben.\u201c<br \/>\nDer Umsatz von 55 Millionen Euro werde 2023\/24 auf diesem Niveau bleiben, \u201eerst ab 2024\/25 gehen wir wieder von nennenswerten Steigerungen aus.\u201c Bei der Prognose helfen soll auch eine deutlich verbesserte Bedarfsvorschau in Zusammenarbeit mit den H\u00e4ndlern helfen.<\/p>\n<\/div>\n<p>Hoffentlich klappt es, denn selbst einst und jetzt auf Simplon unterwegs w\u00e4re es jammerschade, wenn \u00d6sterreich nach dem AUS von\u00a0\u00d6sterreichs aktuell bester Radprofimannschaft \/\u00a0 dem zweitbesten UCI-Kontinentalteam Felt Felbermayr, eine zweite Niederlage in kurzer Zeit einstecken mu\u00df. Vor allem in der boomenden Fahrrad Zeit wie sie eigentlich aktuell herrscht.<\/p>\n<p><strong>Eine kurze Geschichte zu &#8222;Made in Austria&#8220;: <\/strong><\/p>\n<p>die Rahmen kamen in den 70zigern aus der Schweiz (MairAg) und in den 80ziger Jahren aus Japan (Tano), moderne Carbonrahmen werden meist in China oder Taiwan produziert &#8230;<br \/>\nW\u00e4hrungstechnisch w\u00e4ren 40 Millionen \u20ac &#8211; welche von der Bank ben\u00f6tigt w\u00fcrden &#8211; eine halbe Milliarde Schilling<\/p>\n<\/div>\n<p>Nicht nur \u00d6sterreich betrifft der Ketchup Effekt, nein die gesamte Fahrradbranche wurde eiskalt vom Ketchup-Effekt erwischt.<\/p>\n<p><strong>Ketchup-Effekt<\/strong><\/p>\n<p>Simplon wurde, wie die gesamte internationale Fahrradbranche, aufgrund der Covid-19-Pandemie, vom sogenannten Ketchup-Effekt erwischt: Zuerst kommt nichts, dann alles auf einmal.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ss-storyContent\" class=\"story-content\">\n<div class=\"story-story\">\n<p>Denn am Beginn der Pandemie schoss der Bedarf an Fahrr\u00e4dern explosionsartig in die H\u00f6he. H\u00e4ndler waren ausverkauft, Hersteller wiederum konnten auf die massiv gestiegene Nachfrage nicht mit Produktionssteigerungen reagieren.<br \/>\nDie internationalen Lieferketten waren v\u00f6llig durcheinander gekommen, auch einfachste Komponenten, wo pl\u00f6tzlich Wartezeiten von mindestens sechs Monaten anstanden, fehlten f\u00fcrs Komplett-Rad, das wiederum ohne nicht ausgeliefert werden konnte.<\/p>\n<p>Als sich die Lieferketten wieder eingespielt hatten und Hersteller die Produktion vollst\u00e4ndig auffahren konnten, kamen zu viele Komponenten und R\u00e4der zugleich auf den Markt \u2013 der Ketchup-Effekt.<br \/>\nGleichzeitig hat sich aber auch die Nachfrage aus diversen Gr\u00fcnden wiederum reduziert.<\/p>\n<p>An dieser Situation &#8211; \u00dcberangebot &#8211; gesunkenes Kaufinteresse &#8211; sinkenden Preise \u2013 knabbert die Branche aktuell. Branchenweit sind die St\u00fcckzahlen an verkauften Fahrr\u00e4dern 2024 um rund 30 Prozent zur\u00fcckgefallen, und sehr volle Lager bei H\u00e4ndlern und Herstellern &#8211; die sich interessanterweise in Sachen Preisen noch nicht ganz beim Endkonsumenten zeigen &#8211; kommen hinzu.<\/p>\n<p>Da beissen sich alle irgendwie die Z\u00e4hne aus&#8230;<\/p>\n<\/div>\n<p>&#8230;Hoffen auf bessere Zeiten und \u00fcbrigens&#8230;<\/p>\n<\/div>\n<p>2439 Meter hoch ist das Seehorn, ein Berg in den Walliser Alpen. Es liegt an der S\u00fcdseite des\u00a0Simplonpasses\u00a0\u00f6stlich von Gabi, einem Ortsteil der Gemeinde\u00a0Simplon. Auf dem Gipfel des Simplon befindet sich eine Sendeanlage, am Simplonpass (1995m) thront ein steinerner Adler.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&lt; alle Angaben ohne Gew\u00e4hr &gt;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Vorarlberger Fahrradhersteller Simplon hat einen Antrag auf ein Sanierungsverfahren gestellt. 44,5 Millionen Euro an Verbindlichkeiten und wo sind die Investoren? Seit 1961 gibt es den Familienbetrieb Simplon, dessen Name vom gleichnamigen Pass in der Schweiz herr\u00fchrt. 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