Tiroler Sieg bei der Vuelta durch Stefan Denifl

Stefan Denifl gewinnt die 17. Etappe der Spanienrundfahrt 2017

Als erster österreichischer Vuelta Tagessieger seit 82 Jahren hat sich der 29 jährige Stubaier Stefan Denifl ein Denkmal gesetzt.
Das irische Team Aqua Blue Sport hat sich heute nicht beirren lassen und seinem Fahrer grünes Licht für eine Flucht gegeben. Diese ist mit 6 Mann aufgegangen, wobei Stefan Denifl die Bergankunft als Solist beendete. Hochprozentige Rampen auf den Alto de Los Machucos bescherte ihm fast eine halbe Minute Vorsprung auf Alberto Contador.
Man gratuliert!

100% Peter Sagan

Ein frischer Impuls der einer Sportart immer gut tut sind die Personen dahinter. Schafft es ein Protagonist über seine Erfolge hinaus einen Marker im internationalen Boulevard zu setzen,
kann sich auch die Sportart als solche einiges an Popularität gefallen lassen.
Eine dieser Very Important  Personen (VIP´s) ist Peter Sagan.
Mittlerweile ist man es gewohnt, dass er Rennen gewinnt und wenn nicht bleibt doch ein Gewinn für den Profiradsport über, weil sich jeder fragt warum er eben nicht gewonnen hat.

Was zeichnet diesen Slowaken aus:
1. deus ex machina, wohl hat er seine Hausaufgaben gemacht, denn Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Durchsetzungsvermögen sind im außergewöhnlichem Maß vorhanden

2. Talent, eine gewisse Begabung hat schon in der Babywippe existiert, welche zu

3. führt: Radbeherrschung von allerfeinster Güte. Eine bestimmte Abfahrtsposition ist durch seine verwegenen Ausritte geprägt worden, nun machen sie alle. Seine Zieleinfahrt-Wheelie`s bleiben sein alleiniges Markenzeichen, weil er diese Kunst eben alleinig beherrscht.

4. sein Aussehen: vom 3mm Schnitt bis zur längeren Mähne, es trägt sein Kopf alles was nicht Mainstream im Radsport ist, dazu kommt

5. der nicht vorhandene Drei-Tage-Bart bis zum exerzierten Vollbart

6. seine Aufmerksamkeitserregung auch abseits der 2 Räder: Hochzeit, Spielauto, Hund, Jetski, etc. und

7. sein Ausflug zu den Olympischen Spielen in seine Stammsportart. Sein zu repräsentierendes Land ist klein, die Popularität groß, deshalb kann er so nebenbei bei Olympischen Spielen an den Start gehen, zu welchem sich andere über Jahre qualifizieren müssen

8. seine Sprache: der legendäre Tonfall mit dem verwaschenen Englisch

9. er genießt seine Aufmerksamkeit, das macht ihn so locker. Der Rummel um seine Person scheint ihn noch stärker und unverwundbarer zu machen

10. sein Team. Diese Lockerheit wird durch ein eigenes Team gestärkt, bei dem er sich offensichtlich wohl und sicher fühlt und er somit nie zum Grübeln kommt.

10 Faktoren die einen wahren Champion ausmachen. Man darf nur hoffen, dass ihn und den Radsport nicht die Vergangenheit in der Zukunft einholt, dann können wir uns noch oft an seinen Auftritten erfreuen.